Glossar

  1. Marktwert

    Der Marktwert beziffert den gegenwärtigen Wert des Fahrzeuges am Markt, d.h. für dieses Fahrzeug würde zum jetzigen Zeitpunkt der als Marktwert geschätzte Betrag beim An- bzw. Verkauf bezahlt bzw. erzielt werden. Es handelt sich dabei in der Regel um den Durchschnittspreis am Privatmarkt und ist somit Mwst-neutral und als Endpreis zu verstehen. Bei seltener gehandelten Fahrzeugmodellen und bei Fahrzeugen, die schwerpunktmäßig gewerblich vertrieben werden, fließen auch der Handel (als Nettobetrag), die internationalen Auktionsergebnisse (ohne Mwst.) sowie die internationale Marktsituation mit in den Marktwert ein. Der Marktwert ist die Basis der Versicherungseinstufung (Kaskobedingungen) bei Oldtimersondertarifen. Er gilt als Taxe (festgesetzter Preis) im Sinne von §57 VVG (VVG=Versicherungsvertragsgesetz). Der Marktwert ist MwSt.-neutral.
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  2. Händlerverkaufswert

    Die "Schwacke-Liste" bzw. die Marktdaten der DAT basieren auf Ermittlungen von An- und Verkäufen bei Gebrauchtwagenhändlern. Der durchschnittliche Händlerverkaufswert ist den entsprechenden Veröffentlichungen zu entnehmen. Der dort angegebene Wert gilt für fahrbereite, verkehrssichere und mängelfreie Fahrzeuge. Abweichungen von der angegebenen Laufleistung und Sonderausstattung können anhand von Korrekturtabellen berücksichtigt werden. Der Händlerverkaufswert ist die Basis zur Ermittlung des Wiederbeschaffungswertes.
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  3. Händlereinkaufswert

    Ebenfalls in den Marktdaten von Schwacke und DAT sind Angaben zum Händlereinkaufswert zu finden. Die Ermittlung und Handhabung ist grundsätzlich gleich. Der Händlereinkaufswert wird häufig als Basis zur steuerlichen Bewertung als erzielbarer Veräußerungswert des Fahrzeuges angesetzt. Fahrzeuge die aus Betriebsvermögen verkauft werden, sind regelmäßig nach dem erzielbaren Händlereinkauf zu bewerten.
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  4. Veräußerungswert

    Entspricht dem Händlereinkaufswert. Der Begriff des Veräußerungswertes findet häufig bei unfallbeschädigten Fahrzeuges Anwendung. Bei Totalbeschädigung stellt der Sachverständige neben den voraussichtlichen Reparaturkosten und dem Wiederbeschaffungswert auch den erzielbaren Verkaufserlös (Veräußerungswert oder auch Restwert) fest. Dabei handelt es sich eigentlich um nichts anderes als ein individueller Händlereinkaufswert unter Berücksichtigung der Unfallschäden und aller anderen Wertbeeinflussenden Faktoren.
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  5. Restwert

    Siehe Veräußerungswert. Restwertangaben werden in Schadengutachten genannt. Laut einer Richtlinie des Deutschen Verkehrsgerichtstages von 1990 soll der Sachverständige den Restwert des beschädigten Fahrzeuges feststellen, wenn die Reparaturkosten 70% des Wiederbeschaffungswertes erreichen oder übersteigen. Der Restwert wird im Gutachten in der Regel durch realistische Angebote von Gebrauchtwagenaufkäufern untermauert.
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  6. Zeitwert

    Heute nicht mehr gebräuchliche Definition für den Händlereinkaufswert. Früher wurde von den Kaskoversicherern bei Totalschaden oder Diebstahl nur der Zeitwert ersetzt. Heute generell der (höhere) Wiederbeschaffungswert. Ausnahme: siehe Marktwert.
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  7. Marktwert

    Der Marktwert entspricht dem privaten Handelswert von Fahrzeugen. Die Angabe des Marktwertes ist daher mehrwertsteuerneutral. Ermittlungen des Marktwertes werden erforderlich für Fahrzeuge, die gewerblich nicht oder nur selten gehandelt werden. Hierunter sind klassische Fahrzeuge oder individuell umgebaute Fahrzeuge zu verstehen. Der Marktwert liegt deutlich unterhalb des Wiederbeschaffungswertes, sofern dieser hier nach der eigentlichen Definition als Händlerverkaufswert überhaupt festzustellen ist. In den letzten Jahren hat der Marktwert wieder eine besondere Bedeutung bei der Kaskoversicherung für klassische Fahrzeug (Oldtimer) erlangt. Die preisgünstigen Sonderversicherungen für Oldtimer-Kasko entschädigen lediglich auf Basis des Marktwertes. Spezielle Marktspiegel für klassische Fahrzeuge berücksichtigen überwiegend den privaten Fahrzeughandel und geben daher Preisnotierungen für den Marktwert an.
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  8. Wiederbeschaffungswert

    Der Wiederbeschaffungswert ist eine Größe aus dem Haftungsrecht (§ 249 BGB). Er bestimmt sich nach der Summe, die der Geschädigte im Falle eines Unfalls aufwenden muß, um ein gleichartiges und gleichwertiges Ersatzfahrzeug zu beschaffen. Dabei ist der Wieder beschaffungswert zum Zeitpunkt eines Unfalls am freien Markt zu bemessen. Hierbei sind nicht die eventuell bisher aufgebrachten Restaurationskosten oder Aufwendungen maßgeblich, sondern nur der Betrag, der - auch unter Berücksichtigung des seriösen gewerblichen Handels (incl. MwSt.) - dafür bezahlt werden muß. Der angegebnene Wiederbeschaffungswert (nach Haftpflichtgesichtspunkten) berücksichtigt dabei eine kurzfristige Ersatzbeschaffung. Der Wiederbeschaffungswert ist insbesondere die Grundlage für die Abwicklung eines Haftpflichtschadens.
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  9. Wiederherstellungswert

    Der Wiederherstellungswert (Oldtimer) beziffert den Preis, den das Fahrzeug an Aufwendungen gekostet hat, um es in den jetzigen Zustand zu bringen (Restaurationskosten), zuzüglich des Fahrzeuggrundpreises (Anschaffungswert). Die sicht- oder belegbaren Investitionen der Restauration ergeben die Differenz zum normalen Marktwert. Der Wiederherstellungswert ist wichtig, wenn eine aufwendige und langwierige Restauration belegt werden soll. Der Preis spiegelt aber nicht die Marktsituation wider, bedingt dadurch, daß sich bei einem Verkauf die aufgebrachten Aufwendungen erfahrungsgemäß nur selten erzielen lassen. Nur bei einer absulut gleichwertigen Wiederbeschaffung im identischen Zustand (also ohne zwischenzeitliche Nutzung) würde der angegebene Wiederherstellungswert anfallen.
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  10. Wiederbeschaffungswert

    Der Wiederbeschaffungswert ist der Preis, der regional für ein gleichwertiges Fahrzeug bei einem seriösen Gebrauchtwagenhändler zu bezahlen ist. Der Wiederbeschaffungswert entspricht also regelmäßig dem Händlerverkaufswert. Anwendung findet der Wiederbeschaffungswert bei Haftpflichtschäden, sofern die Höhe der Reparaturkosten die Angabe des Wiederbeschaffungswertes erforderlich macht. Bei Kaskoschäden wird ebenfalls generell auf den Wiederbeschaffungswert abgestellt. Häufige Ausnahme: Klassische Fahrzeuge (vgl. Marktwert)
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